Rückblick

Nadine über:

Das Kennenlernwochenende

Die Anreise fand mit Zug oder, jeder für sich, mit Auto statt. Unsere Herberge lag fast in der Stadtmitte von Wolfsburg. Zuerst wurden die Zimmer eingeteilt, was angesichts der Tatsache, dass wir uns noch nicht lange kannten, relativ schnell ging. Bis zum Abendbrot waren dann schon die ersten Freundschaften geschlossen. Nichts anderes erwartend, als das einige schon am allerersten Abend ihr Lager woanders einrichten wollten, passten die Betreuer schön auf, dass niemand den nächsten Tag vor Schlaflosigkeit zusammenbrach.

Am nächsten Morgen krochen wir dann zum Frühstück, denn viele waren es nicht gewohnt schon um 8:00 am Wochenende auf der Matte zu stehen. Irgendwann am Vormittag wurden Gruppen eingeteilt, die sich jeweils mit einem anderen Thema beschäftigten, das aber bei allen zum Hauptthema Jugendweihe passte.

Die Ansage, dass wir Plakate erstellen sollten und einen Vortrag vorbereiten mussten, sorgte nicht gerade für Begeisterung. Um uns noch weiter zu schocken, sollten die Plakate dann auch noch auf der großen Feier aushängen wo sie dann jeder sehen könnte.

Der Besuch im "Phaeno" kam gerade recht zum abschalten, denn wer Lust hatte, konnte Experimente bestaunen und wer wollte, bekam einen Fragebogen dazu. Danach ging es, mit einen kurzem Zwischenstopp, zum "Einkaufen", weiter ins Planetarium. Dort war dann schlafen angesagt, denn die Sitze waren wie dafür geschaffen, doch natürlich passten wir alle schön auf und genossen die Reise auf den Mars.

Der Abschied von den neuen Freunden war dann aber nicht so schlimm, denn es sollten ja noch weitere Wochenenden folgen.

Nadine Köhn

Falco berichtet:

Besuch der Technischen Hochschule von Clausthal

Am 19.1.08 haben wir die TH in Claustal besucht. Das Wetter war uns an dem Tag nicht wohl gesonnen und wir kamen erst einmal durchnässt in der Hochschule an. Wir haben im Bereich Metallurgie mit Aluminium Figuren gegossen. (Die Metallurgie ist die Abteilung in der Chemie die sich ausschließlich mit den Metallen beschäftigt. Sie ist damit die größte Abteilung in der Chemie, da mehr als dreiviertel der chemischen Elemente Metalle sind.)

TH Clausthal

Bevor wir angefangen haben zu gießen hat, man uns erklärt wie man gießt und wie Metallgießen überhaupt funktionieren kann. Man hat uns extra für die Güsse Aluminium gegeben, da dieses Metall sehr leicht und stabil ist und es auch einen noch einigermaßen niedrigen Schmelzpunkt hat.

Wir haben als erstes gezeigt bekommen wie man die Gussformen für die Figuren herstellt. Während wir die Formen hergestellt haben, die nur aus Sand bestanden, haben die Chemiker und Chemielaboranten das Aluminium vorbereitet. Mittlerweile war es auch schon einigermaßen warm geworden, da der Schmelzofen die ganze Halle erwärmte. Auch unsere Kleidung die immer noch nass war, fing an zu trocknen.

Als wir nun das flüssige Aluminium in die Formen gegossen hatten und es erkaltet war, haben wir die Figuren glatt geschliffen. Dies war eine der anstrengensten Arbeiten, da wir sie mit der Hand und ein paar Feilen bewältigten. Am Ende konnte sich jeder eine Figur mitnehmen und auch unsere Kleidung war mittlerweile getrocknet.

Mir persönlich hat dies am besten gefallen da es etwas mit Wissenschaft und Technik zu tun hatte.

Falco Haarnagel

Lisa Marie über:

Das KZ Neuengamme

Wir haben in Hamburg das Konzentrationslager in Neuengamme besucht! Das war sehr interessant und abschreckend. Man hat gesehen wie die Menschen dort gefoltert wurden. Sie haben nur dünne Anziehsachen getragen, egal zu welcher Jahreszeit, also auch im Winter. Und uns wurde auch erklärt, welche Leute in so ein KZ gekommen sind. Also wenn sie halt Juden waren oder Menschen, die sich einfach gegen die Politik von Hitler gewehrt haben. Und dann noch die Prostituierten und die Behinderten galten als asozial, daraus hab ich auch gelernt was das bedeutet, also was hinter manchen Wörtern steckt. Noch bevor ich in Neuengamme war, da war das Wort „asozial“ für mich, das wenn Leute sich nicht sozial verhalten haben.

Jeder in diesem KZ hat eine „Marke“ bekommen und wurde so gekennzeichnet, das waren Dreiecke in besonderen Formen oder mit besonderen Zeichen. Die Zeichen wurden so angeordnet, dass die Juden ein Zeichen hatten, die Prostituierten usw. Dadurch wurden auch manche höher gestellt als andere, also waren z. B. einige der Gefangenen Aufseher und haben besseres Essen bekommen als die Arbeiter. Dadurch hat Hitler verhindert, dass sich die Gefangenen zusammenschließen und sich gegen ihn auflehnten.

Wir haben uns auch eine Halle angesehen, in der von den Wänden Plakate hingen, auf denen Daten standen und an den Daten standen die Leute, die gestorben sind. Die Daten waren in ungleichmäßigen Abständen angeordnet. Manchmal wurde aufgezeichnet, dass an jedem Tag wer gestorben ist und manchmal sind Abstände von Wochen. In den ersten Monaten waren es pro Tag nicht sehr viele die gestorben sind, aber in der Mitte wurden es immer mehr, zum Schluss wurden es dann aber wieder weniger. Das war so, weil am Anfang nur die Juden in dem KZ waren, danach kamen noch alle möglichen dazu und am Ende hat das dann wieder abgenommen und die Bedingungen waren auch anders.

Ich habe jetzt mehr Respekt davor, weil ich es sehr angsteinflössend finde, wie die Nazis mit diesen Leuten umgegangen sind, wie wenig sie zu essen bekommen haben. Und dass die da alle stolz drauf waren. Ich finde wir sollten dafür sorgen dass das nicht noch einmal passiert!! Also sollte diese Geschichte weiter erzählt werden, damit niemand den gleichen Fehler noch mal macht.

Lisa Marie Weigelt

Elena schreibt:

Meine Jugendweihefahrten

Ich habe an dem Kennenlernwochenende in Wolfsburg, dem Berufsorientierungswochenende in Clausthal, dem Kniggeseminar in Langenhagen und dem Abschlusswochenende in Berlin teilgenommen. Immer war was los: es waren ja schließlich die neu gefundenen Freunde dabei. Die Fahrten waren alle sehr interessant und wir haben viel gelernt.

In Wolfsburg

In Wolfsburg war das Planetarium mein absoluter Spitzenreiter: es wurde uns eine Präsentation über den Mars gezeigt.

In Clausthal-Zellerfeld haben wir unter anderem Herzen und Pinguine aus Aluminium gegossen, die wir anschließend behalten durften.

Bei dem Kniggeseminar in Langenhagen haben wir geübt, wie wir Bekannte von uns richtig einander vorstellen. Wir sollten uns auch schon einige Gedanken über unsere Tischrede machen, die wir bei der "Familienfeier" vortragen sollen.

In Berlin war für mich das Highlight die Blue Man Group. Wir mussten blaue Regenponchos tragen mit der Begründung, wir könnten vielleicht nass werden. Am Ende waren wir ein bisschen enttäuscht, weil wir keinen einzigen Tropfen Farbe auf den Ponchos hatten. Die Show war sehr bunt und sehr laut. Auch das Publikum wurde mit als wichtiges Bauteil verwendet.

Im Ganzen waren die Fahrten sehr schön und uns viel es schwer, wieder von unseren neuen Freunden gehen zu müssen. Schade, dass das nun vorbei ist!

Elena Friedrich

Henry berichtet:

Ein Wochenende in Berlin

Im Bundestag

Wir waren vom 18. April bis zum 20. April 2008 in Berlin. Um ca. 18 Uhr kamen wir am Hauptbahnhof Berlin an. Dann wurden unsere Taschen in die Jugendherberge gebracht und wir liefen zum 3D-Kino. Der Film war atemberaubend, da wir die Delfine so nah sahen, dass man sie schon fast berühren konnte. Das grenzt für mich schon fast an Realität. Am Abend fuhren wir dann zur Unterkunft. Die Zimmer kamen mir vor wie Wohnungen und dann nur für vier Personen.

Samstag mussten wir früh aufstehen, frühstücken und dann ging's los zur Ausstellung "The Story of Berlin". Dort wurde uns die Geschichte von Berlin erzählt und wir besichtigten einen Atomschutzbunker aus den 70'ern. Danach konnten wir den Bundestag auch mal von innen sehen.

Blue Man Group

Nachdem man uns ausführlich den Bundestag erklärt hatte, gingen wir zum Bluemax-Theater am Potsdamer Platz und schauten uns die Show der "Blue Man Group" an. Das war sehr lustig und unterhaltsam. Nach einem kurzen Essen fuhren wir zurück in die Unterkunft. An diesem Tag hatten wir viel erlebt. Am Sonntag dann wieder früh aufstehen, frühstücken und um 11 Uhr zur Ausstellung "Topographie des Terrors", bei der es hauptsächlich um die Nazizeit und den 2. Weltkrieg ging. Diese Ausstellung fand ich nicht sehr spannend. Danach gab es Mittagessen in der Stadt und dann ging es auch wieder per Zug nach Hannover.

Henry Brandt





e-mail: webmaster@jugendweihe-nds.de * Letzte Aktualisierung: 30.09.2008